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MICHELIN-Führer Frankreich 2010 kommt in den Handel

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MICHELIN-Führer Frankreich 2010 kommt in den Handel

47 Restaurants neu mit Michelin Sternen ausgezeichnet

Der traditionsreiche MICHELIN-Führer Frankreich ist ab sofort in der überarbeiteten Auflage 2010 im deutschen Handel erhältlich. Auf 1.920 Seiten finden sich 8.072 Hotel- und Restaurant-Adressen in allen Komfort- und Preiskategorien, darunter mit der „Auberge du Vieux Puits“ im südfranzösischen 130-Einwohner-Dorf Fontjoncouse ein neues 3-Sterne-Haus. Chefkoch Gilles Goujon offeriert hier inmitten der Weinlandschaft der Corbières eine ideenreiche saisonale Küche auf Basis regionaler Produkte. Damit liegt die Zahl der Drei-Sterne-Adressen in Frankreich aktuell bei 26. Hinzu kommen 77 Adressen mit zwei Sternen, darunter zehn neue, sowie 455 Betriebe mit einem Stern. Insgesamt 47 Häuser erhielten die begehrte Auszeichnung erstmals.

Die unabhängigen Michelin Inspektoren vergaben an weitere 105 Restaurants neu einen „Bib Gourmand“. Damit steigt die Zahl der „Bib Gourmand“ Adressen auf 555 Betriebe. Das bei den Lesern des MICHELIN-Führers beliebte Prädikat weist auf Restaurants hin, die sich durch eine sorgfältige Küchenleistung zu günstigen Preisen auszeichnen (bis maximal 29 Euro für ein 3-Gänge-Menü ohne Getränke bzw. 35 Euro in Paris).

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Demeter-Bauern zeigen Solidarität mit den europäischen Milcherzeugern

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Demeter-Bauern zeigen Solidarität mit den europäischen Milcherzeugern

Die biodynamischen Milcherzeuger erklären sich solidarisch mit ihren europäischen Kollegen, die gegen die existenzvernichtende Entwicklung des Milchpreises protestieren. "Alle diese Aktivitäten der Milcherzeuger in Europa unterstützen wir voll und ganz," erklären die Demeter-Vorstände Stephan Illi und Klemens Fischer (Darmstadt). Gemeinsam mit dem Sprecher der Demeter-Milcherzeuger, Rolf Holzapfel, fordern sie die biodynamischen Bäuerinnen und Bauern auf, die jetzt laufenden Wahlveranstaltungen der Bundestagskandidaten zu nutzen, den Politikern die drängenden Fragen zu stellen und auf Antworten zu bestehen. "Wir erwarten von den Politikern konkrete Antworten auf unsere Fragen. Wir brauchen die klare Bereitschaft, gemeinsam tragfähige Lösungen für das Milchpreis-Problem zu entwickeln. Wer in Deutschland auch in Zukunft Kühe auf den Wiesen sehen und gute Milchprodukte aus der Region kaufen will, muss sich für die Existenzgrundlagen der Bauern einsetzen."

 

Lebendige Erde - Wein & Biodynamik

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Lebendige Erde - Wein & Biodynamik

Biodynamik im Wein … … ist das große Thema bei Spitzenweingütern und Weinkennern. Was ist dran an dieser Arbeitsweise und wie sieht die Praxis aus? Was sagt die Wissenschaft? Rund um biodynamischen Wein und Demeter-Winzer dreht sich die September-Oktoberausgabe von Lebendige Erde. Peter Jakob Kühn, erfolgreicher Winzer im Verband deutscher Prädikatsweingüter VdP, wollte es noch mal wissen. Wir portraitieren ihn und seinen Weg zur Biodynamik zwischen Experimentierlust und Auszeichnungen. Kurzportraits anderer Demeter-Winzer zeigen die Vielfalt, die sich mit dem biodynamischen Umdenken einstellt. Das österreichische Weingut Meinklang testet den Ausbau von Wein in Beton, La Tenute Loacker behandelt die Reben homöopathisch. Wilfried Fuchs-Jacobus von Hof Steyert und Helmut Wolf von Weingut im Zwölberich diskutieren über Reinzuchthefen.

Auch die Wissenschaft hat die Biodynamik entdeckt. Sowohl in Geisenheim als auch am Schweizerischen FiBL wird zu biodynamischem Weinbau geforscht. Georg Meißner berichtet darüber im Interview, Marcus van der Meer stellt mit seinen Kollegen Ergebnisse aus einem mehrjährigen Praxisversuch vor. Und Jürgen Fritz und Miriam Athmann, Uni Bonn, zeigen qualitative Unterschiede im Traubensaft mittels bildschaffender Methoden auf. Wein-Bastler oder Rebflüsterer – so könnte man die Wegscheide beschreiben, vor der Nicolas Joly, biodynamischer Erneuerer der französischen Qualitätsweinszene, seine Kollegen stehen sieht, wenn er in unserem Essay über Standort, Klima und die Sprache der Rebe schreibt. Wein und Kultur – das gehört zusammen wie Wein und Stein. Beides vereint der gleichnamige Erlebnispfad in Heppenheim – Eindrücke auf unserer Kunstseite.

Flachs – ökologisch angebaut, wie das geht und wann das lohnt, davon berichtet Eckart Grundmann vom Institut für Biologisch-Dynamische Forschung auf Grundlage von Erfahrungen eines vierjährigen Projekts zur Wieder-Einführung der Faserpflanze in Hessen. Vermarktungsfragen ist diesmal die Rubrik Ernährung gewidmet: Wie punktet man mit Demeter beim Kunden? Und wie ein Demeter-Hof mit einem eigenen Biosupermarkt Initiative auf dem Markt ergreift, schildert unser Kurzportrait des „b2“ in Balingen.

Einführendes ins Biodynamische behandelt diesmal der Züchter Dietrich Bauer zum Thema Samen. Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband und gibt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel. Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die deutschsprachige Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur. (Abo 40 €, Einzelheft 7 € plus Porto). Vorhergehende Ausgaben: www.LebendigeErde.de Das Wohl der Tiere (4-09) Kostenloses Probeexemplar Ein Platz für Bienen (3-2009) 06155-8469-0, Fax: -846911 oder Steiners Landwirtekurs (2-2009) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.LebendigeErde.de Brandschneise 1, 64295 Darmstadt

 

Feiern, schlemmen und spielen auf dem Haldenhof

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Feiern, schlemmen und spielen auf dem Haldenhof

Am Sonntag 27. September ist auf dem Haldenhof bei Schwäbisch Gmünd mal wieder tierisch viel los: Das große Fest auf dem Bioland-Hof der Stiftung "Haus Lindenhof" beginnt um 11 Uhr mit einem Erntedank-Gottesdienst. Nach der geistigen Stärkung warten leckere Gerichte in Bio-Qualität auf hungrige Besucher. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen. Kinder können sich in der Stroh-Hüpfburg austoben, beim Euter-Melken ihre Geschicklichkeit testen, im Streichelzoo die Tiere kennen lernen oder die Spielstraße ausprobieren. Die schnellsten Wolltiere gehen – natürlich gestärkt mit Bio-Futter – beim Schafrennen an den Start. Auch die THW-Jugend aus Schwäbisch Gmünd ist wieder mit dabei und wird eine behindertengerechte Großschaukel aufbauen. An einem Info-Stand können sich interessierte Besucher über den ökologischen Landbau informieren. Der Obere Haldenhof gehört zu den Vinzenz von Paul-Werkstätten der Stiftung "Haus Lindenhof" in Schwäbisch Gmünd. Dort bewirtschaften Menschen mit Behinderung gemeinsam mit dem Betriebsleiter Friedrich Schauffler und seinen Mitarbeitern 60 Hektar nach den Richtlinien von Bioland. Wichtige Betriebszweige sind die Milchviehwirtschaft und die Milchverarbeitung sowie die Hühner- und Schafhaltung. Besonders sehenswert ist die Gnadenpferdehaltung. Der Obere Haldenhof liegt an der Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Bargau und Weiler in den Bergen. Besucher, die mit dem Auto kommen, können am Unteren Haldenhof parken. Von dort aus fahren kostenlos, teils rollstuhlgerechte Busse zum Oberen Haldenhof.

Das Haldenhoffest ist eine von rund 200 Veranstaltungen des Öko-Sommers. Unter dem Motto "natürlich genießen" bieten Bio-Höfe der baden-württembergischen Öko-Anbauverbände ein vielseitiges und buntes Programm im ganzen Land.

Mehr Infos: www.oeko-sommer.de und www.haus-lindenhof.de/haldenhof

 

Biosiegel meist gerechtfertigt

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Minister Peter Hauk: "Heimische Öko-Landwirte haben das Vertrauen der Verbraucher verdient"

08.09.2009 "Wir erwarten als Verbraucher zu Recht, dass die Produkte, die wir kaufen, einwandfrei, sicher und richtig gekennzeichnet sind. Dies muss natürlich auch und in besonderem Maße für Bio-Lebensmittel zutreffen. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Bio-Landwirte das Vertrauen der Verbraucher verdient haben. Auch 2008 gilt: Bio ist drin, wo Bio drauf steht", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk, heute am Dienstag (8. September 2009) bei der Vorstellung des Ökomonitoring-Berichtes 2008. "Die Anforderungen der Verbraucher bestärken uns, dass es richtig war, das Ökomonitoring in Baden-Württemberg einzuführen", so Hauk.
 
Im Rahmen des Ökomonitorings wurden im Jahr 2008 mehr als 800 Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung untersucht. Das Untersuchungsprogramm erstreckte sich auf die Untersuchung von Soja- und Maisprodukten auf gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP), von Getreideerzeugnissen auf Fusarientoxine und von Röstkaffee und Kakao auf Ochratoxin A, von Rind- und Kalbfleisch auf Dioxine und dioxinähnliche PCB, von Obst und Gemüse auf Pflanzenschutzmittel. Außerdem wurde 2008 eine vergleichende Untersuchung der Mykotoxinbelastung von verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln aus dem Sortiment von Discountern und Lebensmittelketten durchgeführt.
 
"Dabei stellten die Untersuchungsergebnisse in allen Untersuchungsbereichen den Produkten aus ökologischer Erzeugung gute Noten aus", betonte der Minister. Die Masse der in Baden-Württemberg vermarkteten Öko-Ware stamme wie schon seit Jahren aus Deutschland, gefolgt von Italien und Spanien.
 
Öko-Ware schneidet bei der Rückstandsbelastung mit Pflanzenschutzmitteln weiterhin gut ab

Bei Untersuchungen von 557 pflanzlichen Lebensmitteln stellte sich heraus, dass etwa 95 Prozent der Stichproben im Handel das Öko-Siegel zu Recht führten. Bei 4,9 Prozent der frischen Öko-Erzeugnisse und bei 5,3 Prozent der verarbeiteten Öko-Lebensmittel wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln festgestellt, die auf Grund der Art und Menge der Wirkstoffe auf eine unzulässige Behandlung beziehungsweise eine Vermischung mit konventioneller Ware hinweisen. Problemfelder waren 2008 vor allem Sprossgemüse (Broccoli), Fruchtgemüse (Gurken) und Zitrusfrüchte (Zitronen).


 
Auch im Hinblick auf gentechnisch veränderte Pflanzen ist 'Öko drin, wo Öko draufsteht'

Im Rahmen des Ökomonitorings 2008 wurden 69 ökologische Lebensmittel aus Soja und Mais, den für die Anwendung der Gentechnik weltweit wichtigsten Nutzpflanzen, untersucht. Wie in den Vorjahren waren in keinem Soja- oder Maisprodukt aus ökologischer Erzeugung Anteile an gentechnischen Veränderungen von mehr als 0,1 Prozent nachweisbar. Tendenziell waren im Verlauf der letzten Jahre immer weniger Bio-Lebensmittel aus Soja und Mais durch Spuren von gentechnischen Veränderungen verunreinigt.

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Renaissance der Alblinsen – aus dem russischen Exil zurück auf den Acker

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Renaissance der Alblinsen – aus dem russischen Exil zurück auf den Acker

Vor rund 50 Jahren haben die letzten Bauern der Schwäbischen Alb den Linsenanbau aufgegeben. Ein Bioland-Bauer wagte jedoch in den 80er Jahren einen Neuanfang mit der "Leisa-Gerste". Die inzwischen 37 Mitglieder zählende Erzeugergemeinschaft "Alb-Leisa" brachte die traditionelle Hülsenfrucht nicht nur wieder auf die Äcker, sondern verhilft ihr heute zu einem furiosen Comeback bei Verbrauchern und Medien. Eine von Bioland Baden-Württemberg organisierte Pressefahrt mit der Staatsekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (MdL) lockte über 30 interessierte Teilnehmer zu den Alb-Linsen auf den schwäbischen Jura. 20 Journalisten von Fernsehen, Hörfunk und Printmedien (mit Kamerateams und Fotografen), Vertreter der Landratsämter Reutlingen und Alb-Donau, ein Slow Food-Repräsentant, ein Bürgermeister, ein Bundes- und ein Landtagsabgeordneter, wissenschaftlliche Mitarbeiter zweier Hochschulen und weitere Personen nahmen eine Stunde und mehr Anfahrt zu den abgelegenen Stationen auf der Schwäbischen Alb auf sich, um "alles über die Alb-Linse" zu erfahren.

Was die Bauern hier vor 50 Jahren aufgegeben und (fast) vergessen hatten, zieht plötzlich weite Kreise bis in die Landeshauptstadt und die Alb-Linse steht auf einmal wieder hoch im Kurs. "Ich kann mir gut vorstellen", so die Staatsekretärin Gurr-Hirsch, "dass die Alb-Linse ihren Siegeszug weiter fortsetzt". Die Geschichte, die bis dahin geführt hat, liest sich wie ein Märchen. Während die deutschen Bauern zu Bismarcks Zeiten noch zigtausende Hektar Linsen angebaut hatten, gaben nach dem zweiten Weltkrieg die letzten Landwirte auf der Schwäbischen Alb den Linsenanbau auf. Zu schwankend waren die Erträge, zu mühsam die Trocknung und Reinigung nach der Ernte. "Die Bauern waren froh, als das "alte Glomp" endlich von ihren Äckern verschwunden war", berichtet der Bioland-Bauern Woldemar Mammel aus Lauterach auf der Alb. Als er Anfang der 80er Jahre in der Dortwirtschaft mit Kollegen über alte Sorten parlierte, fasst er jedoch den Entschluss, es noch einmal mit der Linse zu probieren. "Weil i des Glomp so gern ess", verrät er mit einem gnitzen Lächeln im Gesicht.

Der Weg zum Erfolg war jedoch so steinig wie die Äcker auf der Alb: Die alten Linsensorten waren nicht mehr aufzutreiben, das spezielle Wissen um den Linsenanbau verloren gegangen und die notwendigen Geräte zur Reinigung des Ernteguts musste er mühsam auf alten Dachböden und auf dem Weg zum Schrotthändler zusammensuchen. Weil die ursprüngliche Alb-Linsen der Haigerlocher Firma Späth (Späth'sche Alblinse I und II) nirgends mehr zu finden waren, verwendete er die "Le-Puy-Linse" aus dem französischen Zentralmassiv (La Lentille Verte du Puy A.O.C.). Ein glücklicher Griff, denn die Linsensorte passte gut zu den rauhen Standortverhältnissen der Alb. Aufgrund der großen Nachfrage gründete er mit anderen Bio-Kollegen 2001 die Öko-Erzeugergemeinschaft "Alb-Leisa". Die Produktionsflächen und -mengen wuchsen jedes Jahr in großen Schritten.

Heute bauen die 37 Mitglieder (davon 33 Bioland-Bauern, zwei Naturland- und zwei Demeter-Kollegen) wieder auf über 80 Hektar Linsen an – der größte Teil der geschätzten 120 Hektar Linsenflächen in Deutschland. Dabei mussten die Alb-Bauern jedoch mit einigen Schwierigkeiten kämpfen. Als traditionelle Stützfrucht verwenden sie wie ihre Vorfahren die Gerste, doch in welchen Abständen und Mengen sollte die Saat ausgebracht werden? Zudem reift die Linse nicht gleichmäßig - zuerst unten, dann oben. Das Erntegut weist deshalb hohe Feuchtegehalte auf und muss zuerst getrocknet und dann aufwändig sortiert werden. Zudem schwanken die Erträge stark. Von 850 Kilogramm pro Hektra in einem "traumhaft guten Jahr" bis zu unter 500 Kilogramm reicht die Spanne, wenn das Klima einen Strich durch die Rechnung macht. Vermarktung ohne GroßhandelDas wachsende Interesse auf Seiten des Handels und der Verbraucher half den Bauern jedoch, die Durststrecken zu überstehen. Heute vermarktet die Öko-EZG die "Alb-Leisa" über rund 190 Verkaufsstellen (Bioläden, Hofläden, teilweise LEH) und an 45 Gastronomen in der Region.

Es gibt auch Anfragen aus anderen Bundesländern, aber noch sind die Erntemengen zu gering für eine bundesweite Vermarktung. Der Sohn Lutz Mammel nennt einen weiteren Grund: "Bevor wir die Alb-Leisa in einem größeren Umfeld verkaufen, wollen wir die Nachfrage in der Region bedienen. Denn wir finden es wichtig, dass die Verbraucher Nahrungsmittel kaufen können, die vor der eigenen Haustüre wachsen." Auch Matthias Strobl, der Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg, bekräftig: "Die sensibilisierten Kunden möchten heute wissen, woher ihre Bioprodukte kommen". Es war deshalb ein sensationeller Glücksfund, als im Jahr 2007 der schwäbische Nutzpflanzensammler Klaus Lang und Klaus Amler von Ökonsult unabhängig voneinander die verschollene Orginal-Alblinse im Wawilow-Institut in St. Petersburg wieder entdeckt haben. In der drittgrößten Gendatenbank der Welt lagern unter anderem 3000 Linsensorten – darunter auch die lange vermissten "Späth'schen Alblinsen". Eine schwäbische Delegation brachte eine Handvoll dieser Orginal-Alblinsen vor zwei Jahren wieder zurück nach Baden-Württemberg. Die Fachhochschule Nürtingen und die Öko-EZG vermehren die "Späth'schen Alblinsen" seit letztem Jahr in einem Gemeinschaftsprojekt. Auch die Universität Hohenheim beteiligt sich an der Forschung. Dr. Sabine Gruber vom Institut für Pflanzenbau: "Es gab in den letzten 50 Jahren keine Forschung mehr zur Linse. Da müssen wir einiges nachholen."

Aus einer Linse können pro Jahr jedoch nur 100 neue Samen gezogen werden. Es wird also noch einige Jahre dauern, bis die Bauern der Region wieder die originale Alblinse verwenden können. Woldemar Mammel und seine Kollegen setzen indes große Hoffnungen darauf, dass sich mit der Späth'schen Alblinse neue Möglichkeiten ergeben. Noch weiß niemand genau, wie sich diese Sorte aus dem russischen Exil auf dem Acker verhalten wird und wie sie überhaupt schmeckt. Viele warten schon ganz neugierig auf das erste Test-Essen. Die Geschichte bleibt also spannend und geht weiter. Weitere Informationen: www.alb-leisa.de

 


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Top-10 der Handy-Funktionen: Textnachrichten an der Spitze - Fotografieren und Termine organisieren ist ebenfalls weit verbreitet - Bereits 4 Millionen nutzen das Handy als Navigationsgerät

Internetanwendungen oder Navigation per Handy sind im Kommen, die wichtigste Funktion des Handys neben dem Telefonieren bleibt aber das Versenden von Kurznachrichten (SMS). Drei Viertel aller Besitzer eines Mobiltelefons verschicken regelmäßig Textnachrichten. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Bei der Befragung unter 1.000 Personen ab 14 Jahren waren Mehrfachnennungen möglich. Auch von den Multimediafunktionen des Handys wird rege Gebrauch gemacht. Die Hälfte der Befragten fotografiert mit der integrierten Handy-Kamera oder nimmt Videos auf. „Die Multimediafunktionen der Handys werden qualitativ immer besser und die Benutzung immer komfortabler“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster. Das zeige besonders die neue Generation hochwertiger Smartphones. So sind Handy-Kameras mit einer Auflösung von bis zu zwölf Megapixeln keine Seltenheit mehr. Deren Bildqualität ist mit reinen Digitalkameras vergleichbar.