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Schlagzeilen


Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland hat nach der tödlichen Massenpanik auf der Loveparade eine vollständige Aufklärung des Vorfalls angekündigt. Er bestätigte, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen habe. Nach Polizeiangaben liegen bislang zwei Strafanzeigen vor. Der Geschäftsführer der Loveparade GmbH, Schaller, kündigte an, die Veranstaltung werde in Zukunft nicht mehr stattfinden. Bei einer Massenpanik waren gestern 19 Menschen ums Leben gekommen.

Kritik an Sicherheitskonzept

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat den Veranstaltern und der Stadt Duisburg die Schuld für das Unglück bei der Loveparade gegeben. Die Stadt sei zu klein und zu eng für derartige Veranstaltungen, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Wendt, der "Bild"-Zeitung. Er habe bereits vor einem Jahr davor gewarnt, die Loveparade in Duisburg stattfinden zu lassen. Eine Schuld der Polizei sieht Wendt nicht. Zu dem Gelände der Loveparade hatte es nur einen einzigen Zugang gegeben.

Sechs Ausländer unter Opfern

Nach der Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg sind die 19 Todesopfer identifiziert worden. Nach Angaben der Duisburger Polizei handelt es sich um elf Frauen und acht Männer. Sechs von ihnen seien Ausländer, sie kamen aus den Niederlanden, Australien, Italien, China und Spanien. Die Angehörigen wurden informiert. Zu dem Unglück war es gestern Abend am Eingangstunnel vor dem Partygelände gekommen. Dabei wurden mehr als 340 Personen verletzt. Warum es zu der Massenpanik kam, ist noch unklar.